Unfruchtbar durch männliche Hormone?
Etwa eine Million Frauen in Deutschland leidet unter einem Überschuss männlicher Hormone. Die Folge der gestörten Hormonbildung ist das sogenannte PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom). Die männlichen Hormone, auch als Androgene bezeichnet, verursachen hierbei eine Schwellung der Eibläschen, verhindern jedoch das Platzen- und somit den Eisprung. Das Eibläschen verbleibt dann als kleine, flüssigkeitsgefüllte Zyste am Eierstock. Die Symptome sind vielfältig, sie reichen von Zyklusstörungen, ausbleibender Regelblutung, Unfruchtbarkeit, Akne bis hin zu vermehrter Körperbehaarung und Übergewicht. Oft spielen auch psychische Auswirkungen durch das äußerlich veränderte Erscheinungsbild betroffener Frauen eine Rolle.
Überschuss männlicher Hormone

Unfruchtbar durch männliche Hormone?
Das polyzystische Ovarialsyndrom, verursacht durch einen Überschuss an männlichen Hormonen, tritt bei etwa 15 Prozent der Frauen im gebährfähigen Alter auf. Bist auch du betroffen und hast einen unerfüllten Kinderwunsch und/oder hälst dich für unfruchtbar? Es gibt heute Therapiemöglichkeiten, die erfolgversprechend sind. So ist zum Beispiel eine ovulationsauslösende Hormonbehandlung, wie neuerdings auch die Behandlung mit insulinsenkenden Präparaten, einen vielversprechenden Versuch wert. Du solltest dich an die nächste Spezialpraxis (Fertilisationspraxis) für Gynäkologie in deiner Nähe wenden.
Auswirkung: Übergewicht
Besteht bei dir ein überhöhtes Gewicht, solltest du eine unterstützende Ernährungsumstellung ins Auge fassen, dies verbessert oft das PCOS deutlich. Dein Hausarzt oder auch eine Ernährungsberatungsstelle sind die richtigen Ansprechpartner, wenn du weitere Unterstützung brauchst. Das Übergewicht entsteht durch erhöhte Testosteronwerte, die eine Muskelveränderung verursachen und so zu einer vielfachen Fettspeicherung führen. Nach neuesten Erkenntnissen ist es sogar in einigen schwereren Fällen von PCOS sinnvoll, dauerhaft ein insulinsenkendes Medikament einzunehmen. Denn es können Spätfolgen, wie eine Zuckererkrankung oder bösartige Erkrankungen der weiblichen Fortpflanzungsorgane auftreten.
Verbesserung der Fruchtbarkeit
Die eigentlichen Ursachen für PCOS und die überschüssige Produktion männlicher Hormone liegt wahrscheinlich in der mangelnden Verarbeitungsfähigkeit von Insulin, dadurch wird die Hormonbildung im weiteren Verlauf gestört. Bei manchen Frauen bessert sich ein polyzystisches Ovarialsyndrom nach einiger Zeit von selbst, dies ist jedoch meistens nur in leichteren Formen zu erwarten, die nicht mit einer dauerhaften Hormonstörung bzw. einer Insulinresistenz einhergehen. Die neuen Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten können in der heutigen Medizin zu einer, zumindest vorübergehenden, Fruchtbarkeitsverbesserung und damit einer Schwangerschaft beitragen. Die bisher erzielten Erfolge in der Fertilisationsbehandlung geben Hoffnung, dass betroffene Frauen sich ihren Kinderwunsch trotz der Erkrankung erfüllen können.
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