Entwicklungsphasen – Entwicklung von Kindern
Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass der Säugling, so nennt man die Kinder von der Geburt bis zum vollendeten ersten Lebensjahr, die größte Veränderung erfährt. Wird das Baby während des Wachstums im Mutterleib noch über die Nabelschnur ernährt, wird es bereits mit dem ersten Lebensjahr fähig sein, sogar feste Nahrung zu sich zu nehmen.
Phasen der Entwicklung
Der Säugling – Das Baby
Ein Baby liegt meist noch teilnahmslos in der Wiege oder seinem Bett, doch noch bevor es das erste Lebensjahr vollendet hat, kann es den Kopf heben, bekommt die ersten Zähne und versucht sogar auf eigenen Beinen zu stehen. Dazu kommt, dass Säuglinge in ihrer Entwicklung auch das Krabbeln erlernen und bereits fähig sind, ihr Umfeld vollständig wahrzunehmen.
Sie wachsen im ersten Lebensjahr in der Regel etwa zwölf Zentimeter und steigern ihr Gewicht beträchtlich. Zudem zeigt die Entwicklung der Kinder, dass sie bereits vor dem vollendeten zwölften Lebensmonat fähig sind, gezielt auf einen Gegenstand zu zeigen und auch Sprachlaute werden imitiert. So sagen Säuglinge bereits „papap“ und „mamam“. Auch Kombinationen aus beiden sind möglich.
Das Kleinkind
Das Kleinkind, wie Kinder nach dem vollendeten ersten Lebensjahr bezeichnet werden, entwickelt sich vor allem sozial weiter. Es lernt seine Rolle kennen und versteht, dass das Leben nicht nur um seine Wünsche herum aufgebaut ist. Es begreift und versteht, dass es im Leben Regeln gibt. Dass dies nicht immer ohne Probleme vonstatten geht, ist wohl selbstverständlich. Kleinkinder benötigen ihre Zeit, um sich anzupassen. Typisch dafür sind plötzliche Heulattacken und Wutausbrüche. Das Kind versucht in seiner Entwicklung erstmal, sich gegen Mama und Papa zu behaupten. Dazu kommt auch der Kampf mit Geschwistern.
Die Phase des Kleinkindes reicht vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zum vollendeten fünften Lebensjahr. Natürlich muss das Kind lernen, dass Mama und Papa über ihm stehen und diese innerhalb der Familie das Sagen haben. Allerdings braucht es, um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen, auch die Möglichkeit, sich selbst durchzusetzen. Das können erbeutete fünf Minuten beim Kampf um das Schlafengehen sein oder auch ein kleiner Sieg im Spiel.
Im Kindergarten – Kindergartenzeit
Im Kindergarten bekommen Kinder erstmals außerhalb der Familie die Möglichkeit, mit anderen Kindern und Erwachsenen in Kontakt zu kommen. Jetzt erlernen sie den Umgang mit anderen und gegenseitige Rücksichtnahme. Zudem erhalten sie eine Bildung über die Grenzen der Familie hinaus. Der Kindergarten soll die Ausbildung und Erziehung der Kinder jedoch nur ergänzen und nicht ganzheitlich übernehmen.
Der Kindergarten hat jedoch im Gegensatz zur Schule keinen eigenen Bildungsauftrag. Die Kinder lernen hier zudem die Grundzüge der Ordnung kennen, wissen, wo ihre Jacken zu hängen haben und auch, dass es mehr Respektspersonen als nur Oma und Opa gibt. So müssen sie erstmals auch fremden Anweisungen Folge leisten. Durch das gemeinsame Essen mit anderen Kindern lernt das einzelne Kind hier zudem, dass Essen auch Spaß machen kann und, dass es durchaus Kinder gibt, die andere Dinge mögen. Auf diesem Weg kann man Kinder wesentlich einfacher an das Essen heranführen.
Die Grundschulzeit
Die Grundschulzeit erstreckt sich hier in Deutschland von der ersten bis vierten oder auch bis zur sechsten Klasse. Das Alter kann hier also von sechs bis zehn, beziehungsweise bis zwölf Jahre schwanken. In der Grundschule sollen erste Lern- und Bildungsformen vermittelt werden. Die Kinder werden also langsam und gefühlvoll auf den Ernst des Schullebens vorbereitet.
In den ersten Schuljahren werden zudem grundlegende Dinge in Bezug auf Mathematik, Sprache und Sachkunde unterrichtet. In der Regel sind aber auch jetzt schon religiöse Dinge Teil des Unterrichts. Damit sich die Kinder an eine Bezugsperson gewöhnen, ist es in der Grundschule in der Regel der Fall, dass die Klassen jeweils einen Klassenlehrer haben, der sie im Wechsel von zwei Jahren in verschiedenen Fächern unterrichtet.
In der Grundschule lernen die Kinder neben Lesen und Schreiben auch Geometrie, Musik, Kunst und Religion. Zudem fällt bereits in den ersten Schuljahren eine Entscheidung darüber, für welchen Schulzweig sich die Kinder entscheiden sollten. Anhand von Lernverhalten und Lernerfolg kann man also bereits beratend an die Eltern herantreten.
Pubertät – Teenager
Mit der Pubertät wird das Erreichen der vollständigen Geschlechtsreife bezeichnet. Dieser Prozess kann sich bei Mädchen vom zehnten bis zum achtzehnten Lebensjahr erstrecken und bei Jungen vom zwölften bis zum zwanzigsten Lebensjahr andauern. In dieser Zeit verändert sich der Körper beider Geschlechter aufgrund hormoneller Umstellungen beträchtlich. So setzt bei den Mädchen in dieser Zeit die Periode ein, während die Jungen mit Stimmbruch zu kämpfen haben. Bei beiden Geschlechtern entwickelt sich die typische Körperbehaarung. Zudem bilden sich die sekundären Geschlechtsmerkmale richtig aus.
Jungen und Mädchen entwickeln sich während der Pubertät zu geschlechtsreifen und fortpflanzungsfähigen Menschen. Dies kann mit Stimmungsschwankungen, Rebellion und Auflehnen gegen bestehende Regeln und Gesetze einhergehen. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass man mit den Jugendlichen offen über Geschlechtsverkehr und Verhütung spricht. Nur gut informierte Jugendliche werden wirklich die Verantwortung für ihr sexuelles Verhalten übernehmen. Es ist wichtig auch Dinge wie Aids und andere Geschlechtskrankheiten offen anzusprechen. Die Jugendlichen brauchen jetzt Halt und Sicherheit.
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