Babyschwimmen und Kurse
Im Allgemeinen findet das Babyschwimmen in der Zeit zwischen dem vierten und achtzehnten Lebensmonat statt. Hin und wieder werden solche Kurse bereits ab einem Alter von zehn Wochen angeboten. Theoretisch ist diese Wassergymnastik mit Babys schon ab der sechsten Lebenswoche möglich, jedoch muss man das individuell nach der Gesundheit des Kindes betrachten.
Woher kommt es, wie funktioniert es?
Das Schwimmen mit Babys entstand um neunzehnhundertsiebzig und baut auf dem Gedanken auf, dass das Ungeborene im Mutterleib ja in einer Flüssigkeit „schwimmt“. Diese schlängelnden Bewegungen wurden also als Schwimmen interpretiert. Beim Babyschwimmen geht es also darum, dem Kind das Gefühl zu geben, dass es sich im gewohnten Medium befindet.
Daher ist es wichtig, dass das Wasser eine Temperatur von zirka 32°C bis 34°C aufweist. Zudem sollte die Lufttemperatur 30°C nicht unterschreiten. Dies ist wichtig, damit sich die kleinen Würmchen nicht erkälten. In vielen größeren Städten werden Kurse angeboten, bei denen all diese Punkte beachtet werden sollten.
Babyschwimmen – Worauf muss man achten?
Doch es gilt weitere Faktoren zu beachten. Zum einen muss das Wasser Trinkwasserqualität haben, da der kleine Organismus sonst überfordert wird. Das Baby darf zudem nicht in Chlorwasser kommen. Doch auch die Windel, die das Baby beim Schwimmen trägt, sollte hygienischen Ansprüchen genügen. So ist es wichtig, dass das Badehöschen beim Schwimmen mit Babys am Bauch und den Beinen dicht anliegt. Oder dass das Baby Windeln trägt, die Wasser abweisend sind. Einmalwindeln sind absolut ungeeignet. Diese würden sich nämlich mit Wasser voll saugen und den Inhalt an das Wasser abgeben. Das ist aus hygienischer Sicht nicht im Sinne des Erfinders.
Was haben die Babys davon?
Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Viele Säuglinge lieben das Planschen im Wasser. Manche schlafen sogar im warmen Wasser ein. Sie sind an die Wellen und sanften Bewegungen des Wassers gewöhnt und nehmen es als normal an.
Zudem werden die Kleinen durch Musik und Spiele unterhalten. So gehören Quietschenten, Plüschtiere, die für den Umgang im Wasser geeignet sind, aber auch Plastikbecher und Gießkannen zum Zubehör. Doch ist das nicht alles, was für den Säugling von Vorteil ist. So kann sich das Würmchen im Wasser schon fast „bewegen“, während es an Land nicht einmal den Kopf halten kann. Das Wasser sorgt für eine dreidimensionale Bewegung und für Körperbewusstheit.
Das Schwimmen mit Babys hat viele positive Auswirkungen auf das Kind. So soll der Kriechreflex durch die Bewegung im Wasser angeregt und die Durchblutung der Haut und damit des gesamten Körpers angeregt werden. Zudem haben die Bewegungen im Wasser den Vorteil, dass die Entwicklung des Säuglings in jeder Hinsicht gefördert wird. Durch das eigenständige Bewegen erhält das Baby zudem das Gefühl, selbständig zu sein.
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