Kinderkrankheiten Scharlach und Windpocken
Scharlach
Beim Scharlach handelt es sich um eine Halsentzündung, die meist mit einem Ausschlag und der scharlachtypischen, geröteten Himbeerzunge kombiniert ist. Auslöser sind Bakterien, in den meisten Fällen sind hier Streptokokken im Spiel.
Symptome
Fieber, Bauchschmerzen, Übelkeit, erbrechen, Kopfschmerzen und starke Schluckbeschwerden. Manchmal sind auch die Lymphknoten am Hals geschwollen. Das Kind fühlt sich allgemein schlapp und krank.
Behandlung
Der Arzt wird einen Rachenabstrich machen um zu sehen, ob es sich wirklich um eine bakterielle Entzündung handelt oder ob die Halsentzündung durch Viren ausgelöst worden ist. Stellt der Arzt eine bakterielle Entzündung fest, dann wird er dem Kind Antibiotika aufschreiben, die sehr schnell zu einer Linderung der Beschwerden führen. Es ist sehr wichtig, eine Scharlach-Infektion richtig zu behandeln, weil sie in Ausnahmefällen – wenn sie nicht erkannt oder mit Medikamenten behandelt wird – zu Herz- oder Nierenschäden führen kann.
Windpocken
Bei den Windpocken handelt es sich um häufig vorkommende Kinderkrankheit, eine Viruserkrankung, die hochansteckend ist. Ist ein Kind an den Windpocken erkrankt, kann es bereits auch schon ein bis zwei Tage vor dem Auftreten der ersten Pusteln andere Kinder anstecken, weil es mit dem Virus bereits infiziert ist.
Symptome
Krankheits- und Schwächegefühl, eventuell leichtes Fieber, rote Pusteln – die anfangs oft so aussehen, wie Mückenstiche. Im Gegensatz zu Mückenstichen kann man aber die Windpocken-Pusteln auch auf der behaarten Kopfhaut bekommen. Es bilden sich immer mehr flüssigkeitsgefüllte Pusteln – wobei es von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Bei einem Kind merkt man kaum etwas, während ein anderes komplett mit Pusteln übersäht ist.
Behandlung
Da Windpocken eine Viruserkrankung sind, kann man mit Medikamenten nicht viel ausrichten. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, das heißt, der Arzt wird eventuell ein fiebersenkendes Mittel verordnen und etwas, was dazu beiträgt, den Juckreiz zu mildern. Im Normalfall leiden die Kinder unter den Windpocken auch nicht allzu sehr und das Allgemeinbefinden ist nicht so sehr beeinträchtigt.
Mittlerweile gibt es einen Impfstoff gegen Windpocken, der besonders für Kinder interessant ist, die beispielsweise unter Neurodermitis oder einer anderen, schweren Grunderkrankung leiden. Windpocken sind zwar eine Kinderkrankheit, aber es gibt auch immer noch einige Erwachsene, die diese Krankheit noch nicht durchgemacht haben. Gerade, wenn man als Erwachsener noch keine Windpocken hatte, sollte man sich unbedingt dagegen impfen lassen. Die Windpocken verlaufen bei Erwachsenen wesentlich heftiger und lösen ein schweres Krankheitsgefühl aus.
Ist man an Windpocken erkrankt, sollte man auf keinen Fall auf die sonst oft bewährten Aspirin-Tabletten zurückgreifen. In Kombination mit dem Windpocken-Virus kann es durch die Einnahme von Aspirin zum Reye-Syndrom kommen. Dabei handelt es sich um eine schwere Gehirnkrankheit und auch die Funktion der Leber kann beeinträchtigt werden.
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Hallo!
Ich möchte nur eben etwas zur Impfung gegen Windpocken sagen. Mein Sohn ( 4 ) wurde zweimal
gegen Windpocken geimpft, da er sehr stark an Neurodermitis litt. Die Impfung ist okay und wir würden ihn wieder impfen lassen, jedoch muß man dazu sagen das Kinder dennoch an Windpocken erkranken können. Sie bekommen es in abgeschwächter Form. In unserem Umfeld wurde bekannt das die Kinder Windpocken haben, wir haben uns in der vergangenen Woche ( vor dem Ausbruch ) mehrmals gesehen. Als wir über die Windpocken informiert wurden, haben wir uns nicht mehr getroffen und ich bin davon ausgegangen, das mein Sohn sie sowieso nicht bekommen kann, weil er eben geimpft wurde. Siehe da einige Tage später hatte er auch überall Pöckchen. Allerdings juckte es nicht und er ist sich auch nicht am Kratzen. Fazit: Windpocken kann man trotz Impfung bekommen, jedoch in abgeschwächter Form!!! Das vergessen Ärzte zu erwähnen!