Fieberkrampf beim Baby

Fieberkrampf beim Baby

Was ist ein Fieberkrampf und was passiert da?

Unter dem Wort Fieberkrampf versteht man das verkrampfen der Muskeln beim Kind oder aber auch bei Erwachsenen. Manchmal verliert das Kind auch sein Bewusstsein oder ist nicht ansprechbar. Der Körper ist dabei steif und durchgestreckt.

Aber auch zuckende Beine oder Arme sind keine Seltenheit. Bei einigen verfärben sich Gesicht oder Lippen blau, andere haben einen starren Blick mit weit aufgerissenen Augen.

Ein Fieberkrampf ist genauso schnell vorbei, wie er angefangen hat. Er wirkt oftmals für Eltern beängstigend, weil sie ihr Kind vielleicht in so einem Zustand noch nicht erlebt haben. Das gute daran ist, dass dieser Krampf in den meisten Fällen harmlos ist und sich das Kind meistens nach einer Stunde wieder entspannt und davon ausgeruht hat.

Wann bekommt man ein Fiebekrampf?

Ein Fieberkrampf bekommt man meisten bei sehr hohem Fieber. Babys können sogar schon bei Körpertemperaturen von 38 Grad Celsius krampfen. Hierbei ist noch interessant, dass ca. 2-4 von 100 Kindern bis zu ihrem 5. Lebensjahr schon einmal einen solchen Fieberkrampf hatten. Die meisten Krämpfe sind statistisch gesehen im Alter von 1 bis 1,5 Jahren. Wieso manche Menschen zu Fieberkrämpfen neigen ist nicht genau bekannt, aber es könnte von der Familie vererbt worden sein.

Was können Eltern oder Angehörige bei einem Fieberkrampf tun?

Bei einem Fieberkrampf ist eines ganz Wichtig: Ruhe bewahren!

Wenn es das erste Mal ist das ihr Kind einen Fieberkrampf bekommt, dann ruft die 112. Die kann euch genaue Anweisungen zu der Situation geben.

Man sollte auf jeden Fall versuchen, dass Kind im Arm zu halten oder auf eine weiche Unterlage zu legen. Und was noch sehr wichtig ist: Man darf dem Kind nichts in den Mund stecken, selbst wenn das Kind sich auf die Zunge beißt.

Es geht vorbei, auch wenn es in dieser Situation nicht so aussieht. Generell sollte man bei Fieberkrämpfen nichts im Mund haben, da man sich eine Zahnverletzung zuziehen könnte.

Was sollten Angehörige bei einem Fieberkrampf nicht tun?

Als Gegenstück zu den Dingen die man bei einem Fieberkrampf unbedingt machen sollte gibt es auch noch diese, die man auf keinen Fall tun darf.

Hier haben wir eine kleine Auflistung darüber:
  • Niemals das Kind stark festhalten, wenn ein Fieberkrampf auftritt. Hierbei können Verletzungen entstehen
  • Kein Kaltes Wasser über das Kind schütten. Das hat keinen Vorteil und kann im schlimmsten Fall zu einer Unterkühlung führen
  • Das Kind auch nicht schütteln um den Krampf zu beenden (viel zu große Gefahr einer Gehirnblutung und Verletzungen)
  • Keine Dinge in den Mund stecken, diese können verschluckt werden und die Atmung erschweren
  • Kein Trinken oder Essen geben – bei einem Fieberkrampf ist die Gefahr groß, dass das Kind daran erstickt
  • Nicht den Mund gewaltsam öffnen. Die Atmung ist nur wegen der Verkrampfung erschwert – ein offener Mund bringt nicht zwangsläufig mehr Luft.

Kann man einen Fieberkraft vorbeugen?

Leider gibt es keine Mittel die Fieberkrämpfe komplett verhindern. Nicht mal mit einer konsequenten Fiebersenkung durch Zäpfchen oder Fiebersaft kann man dem aus dem Weg gehen.

Die meisten Krampfanfälle treten auf, weil das Fieber des Kindes sehr schnell steigt, so schnell, dass man als Elternteil nicht rechtzeitig reagieren kann.

Wenn Fieberkrämpfe öfters auftauchen oder kompliziert sind, kann man das mit krampflösenden Medikamenten kurzzeitig lösen. Eine dauerhafte Behandlung mit diesen Medikamenten ist nicht nötig und sollte wirklich nur eine Ausnahme darstellen.

Andreas Kirchner

Andreas Kirchner ist Herausgeber des Magazins kinder-aktuell.de. Auf unserer Seite stellen wir Eltern jede Menge Infos, Tipps, Ratgeber und Produktempfehlungen für Kinder vor. Alles was Sie über Kinder und deren Erziehung wissen sollten haben wir Ihnen hier ausführlich zusammengestellt.

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